WIESBADEN – Im ersten Halbjahr 2011 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 435 000 Personen nach Deutschland zugezogen. Das waren 68 000 Zuzüge mehr als im ersten Halbjahr 2010 (+ 19 %). Im selben Zeitraum sind die Fortzüge um 6 000 Personen zurückgegangen. Dadurch ist der Wanderungssaldo von 61 000 auf 135 000 Personen kräftig gestiegen (+ 122 %).
Von den 435 000 Zugezogenen im ersten Halbjahr 2011 waren 381 000 ausländische Personen. Das waren 67 000 (+ 21 %) mehr als im ersten Halbjahr 2010. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen ist dagegen mit rund 54 000 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (+ 1 000).
WIESBADEN – In Deutschland haben 17 % der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren noch nie das Internet genutzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilt, haben vor allem ältere Menschen keine Interneterfahrung. In der Altersklasse von 55 bis 74 Jahren galt das für 42 %. In den jüngeren Altersklassen lag der Anteil hingegen jeweils unter 10 %. Die Daten wurden 2010 erhoben.
Der EU-weite Vergleich auf Basis von Eurostat-Daten zeigt, dass in Schweden nur 7 % der 16- bis 74-Jährigen noch nie online waren. Niedrig war der Anteil auch in den Niederlanden und Luxemburg mit je 8 %. In drei EU-Ländern hatte 2010 hingegen noch mehr als jeder Zweite keine Weiterlesen
Der Dow-Jones-Index fiel am Donnerstag zeitweise unter die Marke von 10.000 Punkten. Händler erklärten die Talfahrt mit der Sorge von Investoren, dass die griechischen Schuldenprobleme die Erholung aus der globalen Rezession stoppen könnte – nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. Von Computerprogrammen gesteuerte Verkäufe verstärkten den Abwärtstrend. Den größten Ausschlag nach unten gab es, als Händler Bilder von neuen Zusammenstößen in Athen sahen, wo das Parlament zuvor das einschneidende Sparprogramm gebilligt hatte.
Investoren hatten sich zudem enttäuscht… Weiterlesen
Inmitten heftiger Marktturbulenzen haben am Mittwoch in Berlin Bundesregierung und die Spitzen von IWF und EZB mit Beratungen über eine schnelle Stabilisierung der Eurozone begonnen. Um die Märkte zu beruhigen, versicherte die EU-Kommission, die europäischen Regierungen wollten eine Auszahlung von Krediten an Griechenland möglichst beschleunigen. Doch im Bundestag formiert sich Widerstand.
Quelle: Handelsblatt
Wenn die EU in der vorgesehenen Form ein Rettungspaket für Griechenland durchzieht, geraten EU und Eurozone auf eine abschüssige Bahn. Einer Implosion der Eurozone würde ein EU-Zerfall folgen. Davor warnt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Experte für Europäische Wirtschaftsintegration und Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen.
Welfens schreibt: Weniger die Schuldenquote von 120% ist Auslöser der Griechenlandkrise, sondern die jahrelangen statistischen Falschmeldungen des Landes der berühmten Mathematiker Pythagoras und Thales. Wer als Schuldner seine Glaubwürdigkeit selbst durch Falschangaben beschädigt, handelt verantwortungslos. Diese Kritik muss auch die Europäische Kommission endlich einmal klar formulieren. Großbritannien hat man in der Griechenland-Stabilisierung bislang überhaupt nicht einbezogen – ein Fehler der Europäischen Kommission, aber auch Deutschlands. Großbritannien kann sich als Trittbrettfahrer die Problemlösungen zu Griechenland passiv anschauen – das ist unverantwortlich und unfair. Angesichts ähnlicher Probleme in Spanien, Portugal und Irland wie in Griechenland ist ein Hilfspaket für ein einziges Land sowieso verfehlt. Die Lösung des Griechenland-Problems müsste anders Weiterlesen