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	<title>Finanzen eZine &#187; Bruttoinlandsprodukt</title>
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	<description>Finanzen, Marketing und Geld verdienen</description>
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		<title>Euro-zone Economic Outlook: Rezession in Sicht</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Euro-zone Economic Outlook ist eine gemeinsame europäische Konjunkturprognose von ifo Institut, INSEE in Paris und Istat in Rom. Der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts der Eurozone war im dritten Quartal 2011 aufgrund der Abschwächung der Auslandsnachfrage, den Konsolidierungsbemühungen in einigen Mitgliedsländern sowie der gestiegenen Unsicherheit wegen der Staatsschuldenkrise mit 0,1% erneut gering. Der private Konsum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Euro-zone Economic Outlook ist eine gemeinsame europäische Konjunkturprognose von ifo Institut, INSEE in Paris und Istat in Rom.</p>
<p>Der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts der Eurozone war im dritten Quartal 2011 aufgrund der Abschwächung der Auslandsnachfrage, den Konsolidierungsbemühungen in einigen Mitgliedsländern sowie der gestiegenen Unsicherheit wegen der Staatsschuldenkrise mit 0,1% erneut gering.</p>
<p>Der private Konsum expandierte dabei nur schwach (+0,2%), während die Investitionen leicht fielen (-0,1%). Unter der Annahme, dass die Staatsschuldenkrise in der Eurozone durch adäquate Entscheidungen der Politik im Zaum gehalten werden kann, gehen wir davon aus, dass die Eurozone eine milde (und relativ kurze) Rezession durchlaufen wird. Das reale BIP wird zum Jahreswechsel vorrausichtlich sinken (-0,3% in Q4 2011 und -0,2% in Q1 2012) und in Q2 2012 stagnieren.</p>
<p><div style="position:relative;margin:4px 14px 5px 0;border: 1px solid #aaa;padding: 8px;background: #fff;float:left;">  
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</div>Der private Konsum wird durch die fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die trüben Aussichten auf dem Arbeitsmarkt belastet (-0,1% in Q4 2011 und Stagnation in Q1 und Q2 2012). Aufgrund einer schwachen staatlichen Investitionstä-tigkeit und der Neigung privater Unternehmen Projekte in die Zukunft zu verschieben, werden die In-vestitionen im Prognosezeitraum voraussichtlich zurückgehen. Unter der Annahme, dass der Ölpreis in den kommenden Quartalen um 104 USD und der Wechselkurs um 1,35 USD je Euro schwanken werden, dürfte die Inflationsrate von 2,8% im Dezember 2011 auf 1,9% im Juni 2012 fallen.</p>
<p>Quelle: ifo-Institut</p>
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		<title>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz News]]></category>
		<category><![CDATA[Bruttoinlandsprodukt]]></category>
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		<description><![CDATA[WIESBADEN – Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0 % höher als im Vorjahr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WIESBADEN – Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0 % höher als im Vorjahr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Im Jahr 2009 hatte Deutschland die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des BIP von – 5,1 % erlebt; das Jahr 2010 war durch einen rasanten Aufschwung gekennzeichnet gewesen (+ 3,7 %).</p>
<p>Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergibt sich im Jahr 2011 ebenfalls eine Wachstumsrate von 3,0 %, da annähernd gleich viele Arbeitstage zur Verfügung standen wie im Jahr 2010.</p>
<p>Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der <div style="position:relative;margin:4px 14px 5px 0;border: 1px solid #aaa;padding: 8px;background: #fff;float:left;">  
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</div>wirtschaftlichen Entwicklung: Sie legten preisbereinigt mit + 1,5 % so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Daneben war das Jahr 2011 wiederum geprägt von einer kräftigten Investitionsdynamik: Es wurde deutlich mehr in Ausrüstungen (preisbereinigt + 8,3 %) – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – und Bauten (preisbereinigt + 5,4 %) investiert als ein Jahr zuvor.</p>
<p>Der Außenhandel hatte zwar einen geringeren Anteil am BIP-Wachstum als die Binnennachfrage, zeigte sich aber weiterhin dynamisch: Deutschland exportierte im Jahr 2011 preisbereinigt 8,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe etwas weniger stark (+ 7,2 %). Die Differenz zwischen Exporten und Importen – der Außenbeitrag – steuerte 0,8 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum 2011 bei.</p>
<p>Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war im Jahr 2011 noch immer von Aufholeffekten in nahezu allen Wirtschaftsbereichen geprägt. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2011 um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr.</p>
<p>Die Arbeitsproduktivität ist im abgelaufenen Jahr im Zuge des Aufschwungs gestiegen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen erhöhte sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 %. Je geleisteter Erwerbstätigenstunde gerechnet nahm die Arbeitsproduktivität 2011 nur um 1,2 % zu, weil die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen etwas stärker anstiegen als die Anzahl der Erwerbstätigen.</p>
<p>Der Staatssektor wies im Jahr 2011 nach noch vorläufigen Berechnungen ein moderates Finanzierungsdefizit in Höhe von 26,7 Milliarden Euro auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 1,0 %. Damit wird der im Maastricht-Vertrag genannte Referenzwert von 3 % deutlich unterschritten. In 2009 und 2010 war der Referenzwert jeweils überschritten worden.</p>
<p>Quelle: Statistisches Bundesamt</p>
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		</item>
		<item>
		<title>RWI: Deutschland gerät 2012 in eine Schwächephase</title>
		<link>http://finanzen-ezine.de/rwi-deutschland-gerat-2012-in-eine-schwachephase_937.html</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 13:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz News]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
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		<category><![CDATA[Inflationsrate]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
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		<category><![CDATA[Prognose]]></category>

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		<description><![CDATA[Das RWI erwartet für 2012 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um nur noch 0,6%; nach einem Zuwachs um 3,0% im laufenden Jahr. Damit ist das Institut skeptischer als bei seiner Prognose vom September, als für 2012 noch ein Zuwachs um 1% vorhergesagt worden war. Hauptursache der verschlechterten Erwartungen ist die weitere Eintrübung des außenwirtschaftlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das RWI erwartet für 2012 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um nur noch 0,6%; nach einem Zuwachs um 3,0% im laufenden Jahr. Damit ist das Institut skeptischer als bei seiner Prognose vom September, als für 2012 noch ein Zuwachs um 1% vorhergesagt worden war. Hauptursache der verschlechterten Erwartungen ist die weitere Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfelds. Stabilisierend wirkt, dass die Binnennachfrage aufwärts gerichtet bleibt. Der Arbeitsmarkt wird sich im nächsten Jahr voraussichtlich nicht verschlechtern und die Arbeitslosenquote sogar leicht sinken. Die Lage der öffentlichen Finanzen dürfte sich nur wenig verbessern. Grundlage der Prognose ist allerdings, dass es zu keiner weiteren Eskalation der Krise der Staatsfinanzen im Euro-Raum kommt. </em></p>
<p>Die internationale Konjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2011 deutlich abgekühlt. Dies macht sich inzwischen auch in der deutschen Wirtschaft bemerkbar. Der Außenbeitrag, der bis ins Frühjahr hinein ein wesentlicher Treiber des Aufschwungs war, trug seitdem kaum <span id="more-937"></span>noch zur Expansion bei. Demgegenüber blieb die Inlandsnachfrage lebhaft. Insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen wurden bis zuletzt kräftig ausgeweitet. Auch der Konsum war, wenngleich unter großen Schwankungen, aufwärts gerichtet. Die Entwicklung der Bauinvestitionen wurde durch den ungewöhnlich frühen Beginn des Frühjahrsaufschwungs geprägt, der in saisonbereinigter Betrachtung einen hohen Zuwachs im ersten Quartal mit sich brachte. Danach sanken die Bauinvestitionen leicht, bewegen sich aber auf einem sehr hohen Niveau.</p>
<p>Für das Winterhalbjahr deuten die Frühindikatoren auf eine Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Produktion hin. Die leichte Rezession im Euro-Raum und schwächer werdende Zuwächse in den Schwellenländern werden den Anstieg der Exporte wohl weiter dämpfen. Die ungünstigeren Exportaussichten schlagen erfahrungsgemäß auf die Investitionstätigkeit durch, zumal zu erwarten ist, dass sich die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen etwas verschlechtern, weil der Bankensektor unter Anpassungsdruck bleiben dürfte. Zugleich läuft das im Rahmen des Konjunkturpakets II beschlossene Zukunftsinvestitionsprogramm aus, was dämpfend auf die Bauinvestitionen wirkt. Allerdings bleibt das Zinsniveau wohl niedrig, und die Kapazitätsauslastung dürfte auch weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt liegen, so dass ein Einbruch der Investitionen nicht wahrscheinlich ist.</p>
<p><strong>BIP wird 2012 voraussichtlich nur um 0,6% wachsen</strong></p>
<p>Die privaten Konsumausgaben dürften dagegen aufwärts gerichtet bleiben. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich bis zuletzt verbessert, und die Zahl der Offenen Stellen ist weiter gewachsen. Zudem lassen die bisherigen Tarifabschlüsse erwarten, dass die Reallöhne leicht steigen. Manche Branchen leiden unter einer Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften, weshalb sie wohl weiterhin übertarifliche Leistungen ausweiten, wodurch die Lohndrift positiv bleiben dürfte. Dies alles führt dazu, dass die Bruttolöhne und -gehälter deutlich erhöht werden. Zudem steigen im Gegensatz zu 2011 die Transfereinkommen, weil die Renten aufgrund der hohen Lohnzuwächse des Jahres 2011 recht deutlich angehoben werden dürften.</p>
<p>Im Jahresdurchschnitt 2011 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 3% zunehmen. 2012 wird sich die Konjunktur im Jahresverlauf wieder etwas beleben. Dazu dürfte auch beitragen, dass sich das internationale Umfeld allmählich aufhellt. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte das Bruttoinlandsprodukt allerdings nur um 0,6% zunehmen. Expansiv wirken vor allem die weiterhin zunehmende Konsumnachfrage sowohl der privaten Haushalte als auch des Staates. Die Investitionstätigkeit wird sich wohl erst in der zweiten Jahreshälfte etwas beleben. Die Außenwirtschaft dürfte hingegen keinen Wachstumsbeitrag liefern.</p>
<p><strong>Arbeitsmarkt dürfte 2012 stabil bleiben, die Inflationsrate sinken</strong></p>
<p>Trotz der zu erwartenden Schwächephase dürfte sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht verschlechtern. Ähnlich wie bereits in der Rezession 2008/09 beobachtet, dürften die Unternehmen Produktionsschwankungen durch Kurzarbeit oder die Nutzung von Flexibilisierungsspielräumen versuchen aufzufangen. Damit geht zwar voraussichtlich die Arbeitszeit je Erwerbstätigem zurück, die Beschäftigung wird aber wohl nicht sinken. Da das Erwerbspersonenpotenzial aus demografischen Gründen rückläufig ist, dürfte die Arbeitslosigkeit sogar noch etwas sinken. Wir prognostizieren einen leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,8% im Jahresdurchschnitt nach 7,1% im Jahr 2011.</p>
<p>Mit der weltweit schwächeren Konjunktur dürfte der Preisauftrieb sowohl an den Rohstoff- als auch an den Gütermärkten nachlassen, so dass der Inflationsdruck von dieser Seite geringer wird. Andererseits bleibt der interne Preisauftrieb verhältnismäßig hoch, zumal bei rascher steigenden Tariflöhnen ein kräftigerer Anstieg der Lohnstückkosten zu erwarten ist. Allerdings schränkt die nachlassende Expansion der Nachfrage die Möglichkeiten einer Überwälzung der Kosten ein. Per saldo wird die Inflation im Verlauf des Jahres 2012 wohl zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Teuerungsrate 1,7% betragen.</p>
<p><strong>Lage der öffentlichen Haushalte verbessert sich nur wenig</strong></p>
<p>Die Lage der öffentlichen Finanzen wird sich voraussichtlich leicht verbessern. Wir prognostizieren einen Rückgang der Defizitquote um 0,2%-Punkte auf 0,7%. Dies entspricht in etwa der geplanten Rückführung des strukturellen Defizits. Zwar spricht die schwächere Konjunktur für steigende Haushaltsfehlbeträge. Jedoch bleibt die Struktur der Expansion steuerergiebig, da sowohl die Bruttolöhne und -gehälter als auch die nominalen Konsumausgaben weiterhin spürbar zunehmen dürften. Haushaltsbelastungen durch einen Schuldenschnitt Griechenlands und durch die Gründung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sind in der Prognose allerdings nicht berücksichtigt.</p>
<p>Nach unserer Prognose wird Deutschland zwar in eine Schwächephase geraten, eine Rezession halten wir nach der derzeitigen Datenlage aber für wenig wahrscheinlich. Allerdings bleiben die Risiken für die Konjunktur beträchtlich. Unterstellt ist in der Prognose, dass es der Wirtschaftspolitik gelingen wird, eine weitere Eskalation der Krise der Staatsfinanzen im Euro-Raum zu vermeiden und sich dort die Lage im Verlauf von 2012 etwas entspannt. Aufgrund der gegenwärtig sehr nervösen Finanzmärkte und des Fehlens klarer Perspektiven für die Lösung der Schuldenkrise ist diese Annahme aber keineswegs gesichert.</p>
<p>Quelle: RWI &#8211; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung</p>
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		<item>
		<title>Neue Konjunkturprognose des IMK &#8211; Deutsche Wirtschaft schrumpft 2012 um 0.1 Prozent</title>
		<link>http://finanzen-ezine.de/neue-konjunkturprognose-des-imk-deutsche-wirtschaft-schrumpft-2012-um-0-1-prozent_923.html</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 14:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die deutsche Wirtschaft gerät im Jahr 2012 in eine Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird um 0,1 Prozent im Jahresdurchschnitt schrumpfen – nach einem Wachstum von 3,0 Prozent in diesem Jahr. Hauptursachen für die drastische wirtschaftliche Abkühlung sind die nach wie vor ungelöste Vertrauenskrise im Euroraum sowie die ausgeprägten Sparprogramme in immer mehr Ländern der Währungsunion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Wirtschaft gerät im Jahr 2012 in eine Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird um 0,1 Prozent im Jahresdurchschnitt schrumpfen – nach einem Wachstum von 3,0 Prozent in diesem Jahr. Hauptursachen für die drastische wirtschaftliche Abkühlung sind die nach wie vor ungelöste Vertrauenskrise im Euroraum sowie die ausgeprägten Sparprogramme in immer mehr Ländern der Währungsunion und der EU. Beide Faktoren führen den Euroraum als Ganzes in eine Rezession: Das BIP in der Währungszone sinkt um 0,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2012. Der Nachfragerückgang aus den Nachbarländern bremst sowohl die deutschen Exporte als auch die Investitionen in der Bundesrepublik. Hinzu kommt, dass auch außerhalb Europas die wirtschaftliche Dynamik abnimmt: Die US-Wirtschaft erholt sich weiterhin nur schleppend und in vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas verlangsamt sich das Wachstum – nicht zuletzt wegen der <span id="more-923"></span>geringeren Nachfrage aus Europa. Die wirtschaftliche Stagnation setzt auch der kräftigen Erholung am deutschen Arbeitsmarkt ein Ende: Die Arbeitslosigkeit sinkt im Jahresdurchschnitt 2012 zwar noch einmal geringfügig. Im Jahresverlauf wird sie aber wieder zunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung in seiner aktuellen Konjunkturprognose.</p>
<p>Gegenüber ihrer Prognose vom Oktober setzen die Forscher die Vorhersage für 2011 um 0,2 Prozentpunkte herunter. Für 2012 senkt das IMK die Prognose um 0,8 Prozentpunkte.</p>
<p>„Wir werden im kommenden Jahr erleben, welche Folgen ein harter Sparkurs bei unseren wichtigsten Handelspartnern im Euroraum hat. Ein Kurs, den insbesondere die Bundesregierung forciert hat“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Natürlich müssen vor allem die Euro-Krisen-Staaten ihre Haushalte konsolidieren. Aber Austerität, wie sie jetzt auch in Italien, Frankreich, Großbritannien oder Belgien praktiziert wird, ist keine Strategie zur Krisenbewältigung, sondern verschärft die Vertrauenskrise im Euroraum. Wenn das Wachstum massiv einbricht, wird das den Konsolidierungserfolg sogar in Frage stellen. Und das dürfte die Anleger eher verunsichern als beruhigen.“</p>
<p>Das IMK geht in seiner Prognose gleichwohl davon aus, dass sich die Staatsschuldenkrise im Euroraum bis Ende 2012 nicht dramatisch zuspitzen wird. Diese Erwartung ist vor allem an die Annahme geknüpft, dass die Europäische Zentralbank (EZB) letztlich weiterhin Staatsanleihen auf den Sekundärmärkten aufkauft, um das Zinsniveau zu dämpfen. Allerdings schließen die Ökonomen eine weitere Eskalation auch nicht aus. In einem Risikoszenario haben sie daher berechnet, was es für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde, wenn die EU-Staaten mit Konsolidierungsprogrammen ihre Defizit-Ziele verfehlen und daraufhin den Sparkurs verschärfen sollten. Im Risikoszenario könnte Deutschland 2012 in eine tiefe Rezession abrutschen, das BIP würde dann um 1,5 Prozent schrumpfen.</p>
<p>Kerndaten der Prognose:</p>
<p><strong>Arbeitsmarkt</strong></p>
<p>Die Entwicklung bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit verliert mit der konjunkturellen Abschwächung spürbar an Dynamik. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland nimmt 2011 noch um durchschnittlich 500.000 Personen zu, 2012 im Jahresmittel nur noch um weitere 180.000. Dabei stellen sich die Werte im Jahresverlauf deutlich ungünstiger dar als im Durchschnitt: In der zweiten Jahreshälfte 2012 dürfte die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt wieder sinken. Arbeitslos sind im Jahresdurchschnitt 2011 2,98 Millionen Menschen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent. 2012 sinkt die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt auf 2,9 Millionen (Quote: 6,9 Prozent). Allerdings wird die Arbeitslosigkeit – spiegelbildlich zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit – im zweiten Halbjahr wieder zunehmen.</p>
<p><strong>Außenhandel</strong></p>
<p>Der deutsche Export wächst 2011 recht kräftig. Im Jahresdurchschnitt nehmen die Ausfuhren um 8,5 Prozent zu. 2012 verlangsamt sich der Zuwachs drastisch, die Exporte steigen lediglich um durchschnittlich 1,6 Prozent. Bei den Importen ist der Trend ähnlich: 2011 wachsen sie im Jahresmittel um 7,9 Prozent, 2012 um 3,1 Prozent.</p>
<p><strong>Investitionen</strong></p>
<p>Die Ausrüstungsinvestitionen legen in diesem Jahr noch einmal deutlich zu – um 9 Prozent im Jahresdurchschnitt. 2012 liegt der Zuwachs im Jahresdurchschnitt hingegen nur noch bei 0,4 Prozent.</p>
<p><strong>Einkommen und Konsum</strong></p>
<p>Die real verfügbaren Einkommen steigen 2011 um 1,2 Prozent. Das liegt gleichermaßen an der verbesserten Beschäftigungssituation, an einer stärkeren Entwicklung der Bruttolöhne und der kräftigen Gewinnentwicklung. Die realen privaten Konsumausgaben steigen um 1,4 Prozent. 2012 werden die real verfügbaren Einkommen nur noch um 0,9 Prozent zunehmen und die privaten Konsumausgaben lediglich um 0,7 Prozent. „Trotz dieser relativ schwachen Entwicklung werden die privaten Konsumausgaben mit ihrem Wachstumsbeitrag die Konjunktur stützen“, schreibt das IMK – im Vergleich zu Exporten und Investitionen bleiben sie relativ stabil.</p>
<p><strong>Inflation und öffentliche Defizite</strong></p>
<p>Die starken Preisausschläge bei (Energie-)Rohstoffen und Lebensmitteln führen dazu, dass die Preissteigerung in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2011 mit 2,3 Prozent über dem Inflationsziel der EZB liegt. Für 2012 rechnet das IMK mit einer deutlichen Beruhigung. Mit 1,6 Prozent wird die Inflationsrate das EZB-Ziel wieder unterschreiten. Die deutschen Staatsfinanzen entwickeln sich infolge geringerer Arbeitslosigkeit und höherer Steuereinnahmen in diesem Jahr noch deutlich positiv. Das Staatsdefizit beträgt 2011 -0,7 Prozent des BIP. 2012 kehrt die schwache wirtschaftliche Entwicklung den Trend dann um. Das IMK rechnet mit einem Defizit von -1,1 Prozent des BIP.</p>
<p>Quelle: Hans-Böckler-Stiftung</p>
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		<title>ifo Konjunkturprognose 2011/2012: Schuldenkrise bremst deutsche Wirtschaft aus</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt bis zuletzt deutlich gestiegen. Der ifo Geschäftsklimaindex und andere Frühindikatoren zeigen jedoch an, dass der deutschen Konjunktur ein Abschwung bevorsteht. Maßgeblich hierfür sind die sich abschwächende Weltwirtschaft und die europäische Schuldenkrise. Die Abhängigkeit der Konjunkturentwicklung von den Entscheidungen der europäischen Politik erschwert die Prognose erheblich, denn es sind ganz unterschiedliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt bis zuletzt deutlich gestiegen. Der ifo Geschäftsklimaindex und andere Frühindikatoren zeigen jedoch an, dass der deutschen Konjunktur ein Abschwung bevorsteht. Maßgeblich hierfür sind die sich abschwächende Weltwirtschaft und die europäische Schuldenkrise. Die Abhängigkeit der Konjunkturentwicklung von den Entscheidungen der europäischen Politik erschwert die Prognose erheblich, denn es sind ganz unterschiedliche plausible Szenarien möglich. Unter der Annahme, dass sich die Eurokrise nicht weiter verschärft und sich insbesondere Italien weiter am Markt finanzieren kann, dürfte eine <span id="more-902"></span>Rezession Deutschland vermieden werden. Dennoch wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 voraussichtlich nur um 0,4% zunehmen. Es ist daher zu erwarten, dass sich der Beschäftigungsaufbau deutlich verlangsamt. Gestützt von demographischen Faktoren dürfte die Arbeitslosenzahl aber noch um 140 000 zurückgehen.</p>
<p>Das weltwirtschaftliche Expansionstempo hat sich in den zurückliegenden Monaten verlangsamt. Nach den Ergebnissen des World Economic Survey hat sich das ifo Weltwirtschaftsklima in allen großen Wirtschaftsräumen verschlechtert. Der Stimmungseinbruch reflektiert die im Herbst 2011 drastisch gestiegene Unsicherheit bezüglich des Ausblicks für die Weltwirtschaft. Die Verunsicherung dürfte im Prognosezeitraum einer der zentralen Belastungsfaktoren für die Konjunktur sein.</p>
<p>Die Verunsicherung ist das Ergebnis mehrerer, sich teilweise gegenseitig verstärkender Faktoren. So ist der massive Stimmungseinbruch der privaten Wirtschaftsakteure nicht zuletzt auf die Erfolglosigkeit der bisherigen Ansätze zur nachhaltigen Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum zurückzuführen. Die damit zunehmende Gefahr, dass die Schuldenkrise in eine europaweite Banken- und Wirtschaftskrise ausartet, die auch andere Regionen der Welt schwer belastet, ließ die Volatilität auf den Finanzmärkten rasant zunehmen. Zur Beunruhigung trägt auch bei, dass die Fähigkeit der Wirtschaftspolitik zur Bekämpfung neuerlicher Krisen in der Mehrzahl der Industrieländer nur noch sehr begrenzt ist. So macht die vielerorts hohe Staatsverschuldung die Implementierung umfangreicher Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors oder zur Stimulierung der Konjunktur nahezu unmöglich. Zudem liegen aktuell die Leitzinsen in fast allen fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf einem sehr niedrigen Niveau, was den Spielraum der dortigen Zentralbanken stark einschränkt.</p>
<p>Die weltwirtschaftliche Entwicklung hängt im Prognosezeitraum entscheidend von der Beherrschbarkeit der europäischen Schuldenkrise ab. Die vorliegende Prognose beruht auf der Annahme, dass es gelingt, die Finanzmärkte nachhaltig zu beruhigen und somit eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern. Dies erfordert hinreichend starke Anstrengungen zur Sanierung der Staatsfinanzen in vielen Mitgliedsstaaten des Euroraums. Dabei müssen nicht nur die bereits angekündigten Spar- und Reformprogramme lückenlos umgesetzt, sondern auch eine darüber hinausgehende, spürbare Intensivierung der fiskalischen Konsolidierung vorgenommen werden. Unter diesen Annahmen ist mit keinen weiteren Schuldenschnitten zu rechnen und die gemeinsame europäische Währung dürfte stabil bleiben. Entsprechend ist zu hoffen, dass sich die aktuell herrschende Unsicherheit im Verlauf des kommenden Jahres langsam abbauen wird.</p>
<p>Allerdings ist es alles andere als sicher, dass sich das eben geschilderte Basisszenario realisiert. Auch dem wichtigsten Risikoszenario, dass der politische Wille zur Durchführung weitreichender Reformen in großen Ländern wie Italien und Spanien erlahmt oder dass die Reformen von den Investoren als nicht glaubwürdig und effektiv bewertet werden, muss eine nicht unerhebliche Eintrittswahrscheinlichkeit zugemessen werden. In dieser Situation sind verschiedene wirtschaftspolitische Reaktionen wie die Vergemeinschaftung der öffentlichen Schulden oder der unbegrenzte Aufkauf von Staatspapieren durch die EZB denkbar, die alle hohe Risiken für die Konjunktur und die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung bergen und den Fortbestand der Währungsunion in Frage stellen.</p>
<p>Gemäß dem Basisszenario wird sich die Expansion der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum spürbar verlangsamen. Die Verunsicherung dürfte die Finanzierungsbedingungen für Banken und Unternehmen weltweit verschlechtern und darüber hinaus zum Aufschub vieler Konsum- und Investitionsausgaben führen. Die schlechte Vermögenssituation der privaten Haushalte in den USA sowie in einigen europäischen Ländern wird weiterhin nach einer hohen Sparquote verlangen und somit die Entwicklung des privaten Konsums stark belasten. Schließlich wird die Finanzpolitik in Europa und den USA aufgrund der hohen Staatsverschuldung spürbar kontraktiv ausgerichtet sein. Der negative Fiskalimpuls dürfte besonders stark in mehreren von der Schuldenkrise bedrohten Euroraumländern sein, deren Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr voraussichtlich schrumpfen wird.</p>
<p>Die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern dürfte zwar durch die konjunkturelle Abschwächung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften gedämpft werden. Doch dürften die endogene Binnendynamik sowie die zuletzt wieder expansiver gewordene Geldpolitik dazu führen, dass sie hohe Produktionszuwächse bei positiven Wachstumsbeiträgen der Nettoimporte verzeichnen. Damit stellen sie ein stabilisierendes Element für die Weltwirtschaft dar.</p>
<p>Gemäß dem Basisszenario unterstellen wir, dass sich die Zuversicht von Konsumenten und Produzenten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in der zweiten Hälfte 2012 etwas erholt, was gegen Ende des Prognosezeitraums die Weltkonjunktur leicht beleben wird. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt in diesem und im nächsten Jahr mit 3,8% bzw. 3,3% nur schwach zunehmen. Entsprechend wird der Welthandel im Jahr 2011 um 6,2% expandieren, ehe der Zuwachs sich im kommenden Jahr auf 3,9% abschwächt. Die globale konjunkturelle Abschwächung in den kommenden Quartalen und das sukzessive Auslaufen der Teuerungsimpulse aus dem Rohstoffpreisanstieg der ersten Hälfte 2011 werden den Preisauftrieb in allen Regionen der Welt reduzieren. Gleichwohl wird die Inflationsrate in den aufstrebenden Volkswirtschaften weiterhin deutlich höher als jene in den Industrieländern sein.</p>
<p>In Deutschland ist die gesamtwirtschaftliche Produktion bis zuletzt deutlich gestiegen. Im dritten Quartal 2011 nahm das reale Bruttoinlandsprodukt saison- und kalenderbereinigt mit einer laufenden Jahresrate von 2,0% zu. Im Vorjahresvergleich erhöhte es sich um 2,5%. Nach wie vor wird die deutsche Konjunktur von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen.</p>
<p>Im Prognosezeitraum dürfte sich der Aufschwung in Deutschland nicht weiter fortsetzen, die Konjunktur wird im Winter vermutlich sogar in einen Abschwung geraten. Die Exporte werden voraussichtlich erheblich vom weltwirtschaftlichen Tempoverlust und insbesondere von den vielfältigen Konsolidierungs- und Sparanstrengungen im Euroraum in Reaktion auf die Staatsschuldenkrise belastet. Die bei schwacher Produktionsentwicklung wohl sinkende gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung sowie die hohe Unsicherheit dürften zudem die Ausrüstungsinvestitionen dämpfen. Der zyklisch eher nachlaufende private Konsum wird dagegen von der guten Arbeitsmarktlage und der noch recht günstigen Einkommenssituation gestützt und robust expandieren. Befördert durch niedrige Zinsen und die Unsicherheit der Investoren in Bezug auf ausländische Finanzanlagen, dürfte auch die Nachfrage nach Wohnbauten zunehmen. Daher ist zu erwarten, dass Deutschland – anders als viele europäische Partnerländer – nicht in eine Rezession gerät. Dies hängt allerdings entscheidend von dem der Prognose zugrunde liegenden Basisszenario ab, dass keine allzu umfangreichen Rettungsaktionen stattfinden, denn das würde den Vorteil der niedrigen Zinsen zerstören. Aus den Annahmen des Basisszenarios folgt zudem, dass die Weltwirtschaft langsam wieder Tritt fasst, was die deutschen Exporte stützt. Auch die Zuversicht der deutschen Unternehmen dürfte dann schrittweise zurückkehren, so dass die Unternehmensinvestitionen nach und nach hochgefahren werden. Bei robuster Konsumnachfrage und weiter guter Wohnungsbaukonjunktur ist damit zu rechnen, dass das Bruttoinlandsprodukt in der zweiten Hälfte von 2012 ungefähr mit der Rate des Produktionspotenzials von annualisiert rund 1¼% zulegt. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2011 um 3,0% expandieren und 2012 nur noch um 0,4% zunehmen.</p>
<p>Bei alledem wird sich der Beschäftigungsaufbau verlangsamen. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte die Erwerbstätigkeit um 210 000 Personen oder 0,5% steigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird, auch aufgrund von demografischen Faktoren, im Jahresdurchschnitt voraussichtlich um 140 000 auf rund 2,8 Mill. Personen zurückgehen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,7%. Im Gefolge der schwächeren Konjunktur wird sich das Tempo des Preisauftriebs abschwächen; im Jahresdurchschnitt 2012 ist mit einer Inflationsrate von 1,8% zu rechnen. Das staatliche Budgetdefizit in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt wird im nächsten Jahr voraussichtlich bei 0,9% liegen</p>
<p>Es muss betont werden, dass die makroökonomische Unsicherheit nicht zuletzt aus politischen Gründen derzeit extrem hoch ist. So könnten schon kleine Abweichungen Italiens vom geplanten Konsolidierungskurs zu neuen Verwerfungen an den ohnehin extrem angespannten Finanzmärkten und kaum abschätzbaren politischen Reaktionen führen. Diese könnten die der Prognose zugrunde liegenden Annahmen schnell obsolet werden lassen. Aus technischer Sicht ist damit die Eintrittswahrscheinlichkeit des Basisszenarios deutlich geringer als es in normalen Prognosesituationen der Fall ist. Daher wird an dieser Stelle – anders als in früheren Prognosen üblich – kein Prognoseintervall angegeben.</p>
<p>Quelle: ifo-Institut</p>
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		<title>ifo Konjunkturprognose 2010 / 2011: Aufschwung setzt sich verlangsamt fort</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 13:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bruttoinlandsprodukt]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Wirtschaft hat ihren vor mehr als einem Jahr begonnenen Aufholprozess mit hoher Dynamik fortgesetzt. Nachdem die Impulse dafür zunächst aus dem Ausland gekommen waren, gewann die Binnenwirtschaft in den vergangenen drei Quartalen mehr und mehr an Bedeutung. Besonders wichtig war dafür der Investitionsanreiz, der aus einem historisch niedrigen Zinsniveau resultierte. Im kommenden Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Wirtschaft hat ihren vor mehr als einem Jahr begonnenen Aufholprozess mit hoher Dynamik fortgesetzt. Nachdem die Impulse dafür zunächst aus dem Ausland gekommen waren, gewann die Binnenwirtschaft in den vergangenen drei Quartalen mehr und mehr an Bedeutung. Besonders wichtig war dafür der Investitionsanreiz, der aus einem historisch niedrigen Zinsniveau resultierte. Im kommenden Jahr bleiben die Konjunkturampeln in Deutschland auf Grün, das Bruttoinlandsprodukt dürfte – bei einem 67%-Unsicherheitsintervall von 1,4% bis 3,4% – um 2,4% steigen. Entscheidend hierfür wird voraussichtlich die Entwicklung der heimischen<span id="more-642"></span> Nachfrage sein. Bei alledem ist zu erwarten, dass sich die Beschäftigungssituation weiter verbessert. Die Arbeitslosenquote dürfte auf 7,0% sinken.</p>
<p>Die im Winterhalbjahr 2009/10 sehr kräftige Weltkonjunktur hat seit dem Frühjahr an Schwung verloren. Das im Rahmen des ifo World Economic Survey erhobene Weltwirtschaftsklima deutet für das vierte Quartal 2010 eine weitere Abschwächung der weltwirtschaftlichen Dynamik an. Der Indikator befindet sich allerdings weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Entwicklung ist in einzelnen Wirtschaftsräumen und Ländern sehr unterschiedlich. Während sich die Expansion in den Schwellenländern bereits seit Jahresbeginn abgeflacht hat, haben die Industrieländer erst ab Jahresmitte zunehmend an Dynamik eingebüßt.</p>
<p>Der konjunkturelle Tempoverlust hat unterschiedliche Ursachen. So haben die Schwellenländer nach einer sehr raschen Erholung bereits im Sommer ihren längerfristigen Trendpfad wieder überschritten. Die aktuell beobachtete Abschwächung des Produktionszuwachses geht vor allem auf restriktive Maßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik zurück, um aufkommenden Inflationsdruck zu dämpfen und Übertreibungen an den Immobilien- und Kapitalmärkten entgegenzuwirken. In den Industrieländern liegt die gesamtwirtschaftliche Erzeugung hingegen weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus. Anhaltende strukturelle Probleme im Finanz- und Immobiliensektor sowie der starke Konsolidierungsdruck auf Grund der hohen privaten und öffentlichen Verschuldung belasten die gesamtwirtschaftliche Aktivität und verhindern eine rasche Rückkehr auf das Vorkrisenniveau.</p>
<p>Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten bleibt angespannt. Die Sorgen um die stark gestiegenen Budgetdefizite und Schuldenstände der Industrieländer und die damit einhergehenden Zweifel an der Zahlungsfähigkeit insbesondere einiger Länder der Euroraum-Peripherie bestimmen das Geschehen. So sind die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen der betroffenen Länder trotz der Einrichtung von umfangreichen Rettungsmechanismen durch die europäische Staatengemeinschaft, den internationalen Währungsfonds und die europäische Zentralbank weiter angestiegen.</p>
<p>Im Prognosezeitraum wird die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft voraussichtlich abnehmen, und zwar sowohl in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern. Unterstützt wird diese Prognose durch das ifo Weltwirtschaftsklima, das in allen wichtigen Regionen zurückgegangen ist. In denjenigen Ländern, in denen keine strukturellen Verwerfungen die wirtschaftliche Erholung behindert haben, hat die zwischenzeitliche außergewöhnliche Tempoerhöhung dazu geführt, dass der krisenbedingte Einbruch weitgehend wettgemacht worden ist. Dort dürfte die Konjunktur daher im kommenden Jahr in eine gemäßigtere Gangart zurückschalten, zumal die Wirtschaftspolitik bereits vielerorts auf einen restriktiven Kurs eingeschwenkt ist. In denjenigen Ländern dagegen, die unter Strukturproblemen leiden, sind die Möglichkeiten der Stimulierung durch die Politik vielfach ausgereizt. Daher dürften die schmerzhaften, aber notwendigen Anpassungsprozesse dort weiter den wirtschaftlichen Fortgang bestimmen und das Expansionstempo drücken. Es ist insbesondere damit zu rechnen, dass in den USA und Japan eine Schwächephase beginnt, die durch die notwendigen Konsolidierungsbemühungen des privaten und öffentlichen Sektors in Reaktion auf ihre hohe Verschuldung geprägt ist. Dies gilt in noch größerem Maße für die Länder der europäischen Peripherie, die bislang in den Genuss erheblicher Kapitalimporte gekommen waren, nun aber mit engeren Budgetbeschränkungen leben müssen.</p>
<p>Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich die weltweite Produktion im Jahr 2010 um 4,7% und im Jahr 2011 um 3,6% ausweitet. Der Welthandel wird im laufenden Jahr voraussichtlich um 11,8% zunehmen und damit den Einbruch des Vorjahres nahezu wettmachen. Im kommenden Jahr wird er nur noch halb so schnell steigen.</p>
<p>Ein besonderes Risiko für die Prognose geht von den anhaltenden Spannungen an den Märkten für europäische Staatsanleihen aus. Die Basisprognose unterstellt, dass die von der europäischen Staatengemeinschaft beschlossenen Krisenmechanismen restriktiv gehandhabt werden und nicht zu einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt ausarten. Eine solche Entwicklung würde Deutschland seines Zinsvorteils berauben und den Kapitalexport wieder in Gang setzen, der die deutsche Investitionskonjunktur unter dem Euro bislang erheblich beeinträchtigt hat. Ein weiteres Risiko für die Entwicklung der Weltkonjunktur liegt in einer erneuten deutlichen Korrektur der Immobilienpreise in den USA. Ein ähnliches Bedrohungspotential ergibt sich schließlich zunehmend auch für den chinesischen Immobilienmarkt.</p>
<p>In Deutschland hat sich im laufenden Jahr der konjunkturelle Aufholprozess mit hoher Dynamik fortgesetzt. Im Verlauf der ersten drei Quartale dieses Jahres nahm das reale Bruttoinlandsprodukt mit einer Rate von annualisiert 4,8% zu. Damit steuert die deutsche Wirtschaft, die über viele Jahre Schlusslicht im Euroraum gewesen war, nunmehr überdurchschnittliche Wachstumsbeiträge zum Bruttoinlands­produkt der Währungsunion bei.</p>
<p>Die Impulse für die deutsche Wirtschaft kamen überwiegend aus dem Inland. Der Außenhandel erklärt nur etwa ein Viertel des Wachstums des Jahres 2010.  Besonders wichtig war im Jahr 2010 der Investitionsanreiz, der aus einem historisch niedrigen Zinsniveau resultierte. Da die Investoren das Risiko von Auslandsanlagen nunmehr deutlich höher einschätzen als vor der Finanzkrise, gewannen Anlagemöglichkeiten im Inland erheblich an Attraktivität. In der Konsequenz haben sich die Kreditkonditionen im Inland entspannt, während für Kredite an die europäische Peripherie hohe Zinsaufschläge verlangt werden. Dies reduzierte die Kreditnachfrage in diesen Ländern, doch erhöhte sie in Deutschland. Der Schub bei der Binnennachfrage, den die zusätzlichen Investitionen bedeuteten, war im Jahr 2010 der bei weitem größte Wachstumstreiber. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Lohnzurückhaltung des vergangenen Jahrzehnts, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und damit die Standortqualität Deutschlands wieder verbessert hat, was der Investitionsgüternachfrage nun ebenfalls zugute kommt. Nach Jahren der binnenwirtschaftlichen Nachfrageschwäche stand das Jahr 2010 daher im Zeichen einer neuen Binnenkonjunktur.</p>
<p>Nach der hier vorgelegten Prognose dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion, getrieben vom kräftig expandierenden industriellen Kern, im Jahresendquartal 2010 saison- und kalenderbereinigt leicht beschleunigt um 0,8% zugenommen haben. Im Jahresdurchschnitt 2010 expandiert das reale Bruttoinlandsprodukt damit um 3,7%.</p>
<p>Im kommenden Jahr bleiben die Konjunkturampeln in Deutschland auf Grün gestellt; das konjunkturelle Expansionstempo wird dabei aber wohl merklich geringer sein als im laufenden Jahr. Die weltwirtschaftlichen Impulse werden im Jahr 2011 schwächer sein, da die Gegenreaktion auf den globalen Einbruch bei Produktion und Welthandel mittlerweile weitgehend abgeschlossen sein dürfte. Der Außenhandel wird einen noch kleineren Beitrag zum Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts als im laufenden Jahr liefern. Die Exporte werden voraussichtlich zwar immer noch beachtlich steigen, die Importe dürften aber genauso schnell ausgeweitet werden. Die Bundesregierung schwenkt nun mit der Umsetzung des Zukunftspakets auf einen Konsolidierungspfad ein. Durch den Abbau von Subventionen, Kürzungen bei Sozialleistungen und eine höhere indirekte Besteuerung sollen im Bundeshaushalt 2011 knapp 11 Mrd. Euro eingespart werden. Zudem wird in der gesetzlichen Krankenversicherung gespart. Da schließlich auch die Stimuli aus den Konjunkturprogrammen entfallen, geht von der Finanzpolitik im nächsten Jahr ein merklich restriktiver Impuls auf die Konjunktur aus, was die Wirtschaftsdynamik insbesondere zu Jahresanfang etwas dämpft. Durch die Konsolidierungsanstrengungen werden vor allem die privaten Haushalte belastet; es kommt aber nicht zu einem Rückgang der realen verfügbaren Einkommen. Vielmehr schafft die fiskalische Konsolidierung und die fortlaufende Verbesserung der Situation auf dem  Arbeitsmarkt bei den privaten Haushalten Vertrauen, was positiv auf die Ausgabenneigung ausstrahlt.</p>
<p>Die Investitionen werden im nächsten Jahr voraussichtlich weiter merklich steigen, maßgeblich befördert durch die historisch niedrigen Zinsen, die insbesondere beim privaten Wohnungsbau als Turbo wirken dürften. Die Grundannahme dabei ist stets, wie erwähnt, dass der neue Krisenmechanismus restriktiv gehandhabt wird und die Anreize für eine vorsichtige Kreditvergabe der Banken an das Ausland nicht außer Kraft setzt. Zugleich hat die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre die Standortqualität Deutschlands wieder verbessert, was neben der veränderten Risikoeinschätzung der Kapitalanleger ein wesentlicher Grund für den starken Aufschwung bei den Investitionen angesehen werden kann. Allerdings fehlen die – wegen des Auslaufens der degressiven Abschreibungsregel – in dieses Jahr vorgezogenen Investitionsprojekte.</p>
<p>Alles in allem dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 – bei einem 67%-Unsicherheitsintervall von 1,4% bis 3,4% – um 2,4% expandieren. Der Großteil dieser Zunahme, nämlich 86%, dürfte dabei auf einen Anstieg der Binnennachfrage zurückzuführen sein. Bemerkenswert ist, dass die Produktion in Deutschland dann zum zweiten Jahr in Folge stärker als die Produktion im Euroraum zulegen wird.</p>
<p>Getragen von der guten konjunkturellen Entwicklung, den positiven Geschäftsaussichten und der günstigen Kostensituation der Unternehmen wird sich der Beschäftigungsaufbau im kommenden Jahr voraussichtlich fortsetzen. Nachdem die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in diesem Jahr überwiegend Leiharbeiter eingestellt haben, dürften im kommenden Jahr auch die Stammbelegschaften ausgeweitet werden. Auch werden wohl wieder vermehrt sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen geschaffen. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt 2011 um 300 000 Personen sinken.</p>
<p>Im Gefolge des Aufschwungs werden die Verbraucherpreise etwas anziehen, mit voraussichtlich 1,7% wird die Inflationsrate aber unter dem Preisziel der EZB bleiben. Das staatliche Budgetdefizit, das im laufenden Jahr in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt 3,5% beträgt, wird im nächsten Jahr aufgrund der anhaltend guten Konjunktur, der Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen des Zukunftspakets und der Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 2,3% sinken.</p>
<p>Quelle: ifo Institut</p>
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		<title>Aufschwung setzt sich im 3. Quartal 2010 fort</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 18:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschwung]]></category>
		<category><![CDATA[Bruttoinlandsprodukt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[WIESBADEN – Die deutsche Wirtschaft holt weiter auf: Um 0,7% war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2010 höher als im zweiten Quartal, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Zudem wurden auch die Ergebnisse für die ersten beiden Quartale 2010 nochmals leicht nach oben korrigiert auf nun + 0,6% und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WIESBADEN – Die deutsche Wirtschaft holt weiter auf: Um 0,7% war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison-  und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2010 höher als im zweiten  Quartal, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Zudem wurden  auch die Ergebnisse für die ersten beiden Quartale 2010 nochmals leicht  nach oben korrigiert auf nun + 0,6% und + 2,3%. Der Aufschwung der  deutschen Wirtschaft hat sich somit weiter fortgesetzt, wenn auch – wie  nach dem Rekordergebnis im zweiten Quartal erwartet – mit etwas  abgeschwächtem Tempo.<span id="more-609"></span></p>
<p>Auch im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung wieder kräftig zugelegt: Das preisbereinigte <acronym title="Bruttoinlandsprodukt">BIP</acronym> stieg im dritten Quartal 2010 gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 3,9%.</p>
<p>Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison-  und kalenderbereinigt) sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland.  Dabei trugen die privaten und staatlichen Konsumausgaben, die  Ausrüstungsinvestitionen sowie der Außenbeitrag gleichermaßen zum  Anstieg des <acronym title="Bruttoinlandsprodukt">BIP</acronym> bei.</p>
<p>Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2010 wurde von  40,7 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren  307 000 Personen oder 0,8% mehr als ein Jahr zuvor.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der erstmaligen Berechnung des dritten  Quartals 2010 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse für die  ersten zwei Quartale 2010 überarbeitet. Dabei wurden die  Veränderungsraten des <acronym title="Bruttoinlandsprodukt">BIP</acronym> in beiden Quartalen nach oben revidiert, und zwar um bis zu 0,2 Prozentpunkte.</p>
<p>Ausführlichere Ergebnisse gibt das Statistische Bundesamt am 23. November 2010 bekannt.</p>
<p>Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland</p>
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		<title>Strukturwandel in der deutschen Bauwirtschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 11:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bauwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bruttoinlandsprodukt]]></category>
		<category><![CDATA[Großunternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der deutschen Bauwirtschaft hat sich ein fundamentaler Strukturwandel vollzogen. Nachdem die erste Hälfte der 90er Jahr noch von einem Bauboom in Folge der deutschen Wiedervereinigung geprägt war, musste die Branche in den folgenden zehn Jahren einen drastischen Rückgang der Baunachfrage verkraften. So wurde im Jahr 2005 – preisbereinigt – ein Viertel weniger Bauinvestitionen getätigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der deutschen Bauwirtschaft hat sich ein fundamentaler Strukturwandel vollzogen. Nachdem die erste Hälfte der 90er Jahr noch von einem Bauboom in Folge der deutschen Wiedervereinigung geprägt war, musste die Branche in den folgenden zehn Jahren einen drastischen Rückgang der Baunachfrage verkraften.</p>
<p>So wurde im Jahr 2005 – preisbereinigt – ein Viertel weniger Bauinvestitionen getätigt als zehn Jahre zuvor. Der Anteil der Bauwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt fiel im selben Zeitraum von vierzehn auf zehn Prozent.<span id="more-594"></span>Diese extreme Entwicklung – fünf Jahre Boom gefolgt von zehn Jahren Schrumpfkur – hatte drastische Auswirkungen. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe schrumpfte um mehr als die Hälfte von 1,434 Millionen im Jahr 1995 auf 715.000 im Jahr 2009. Besonders betroffen waren die großen Unternehmen. So gab es im Jahr 2009 in Deutschland nur noch 25 Baufirmen mit mehr als 500 Beschäftigten; 1991 waren es noch 180. Auch die Zahl der mittelgroßen Betriebe ist im selben Zeitraum deutlich gesunken. Zugenommen hat hingegen die Anzahl der kleinen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern. Ihre Zahl stieg zwischen 1995 und 2009 um 15.620 (+38 Prozent), so dass die Zahl der Bauunternehmen insgesamt sogar geringfügig zugenommen hat.  Besonders deutlich werden die Veränderungen in der Baubranche auch,  wenn man die Liste der jeweils zehn größten Unternehmen betrachtet. Von den Top 10 Baufirmen des Jahres 1990 finden sich nur noch zwei in der Liste für das Jahr 2008. Drei „verschwanden“ durch Insolvenz, fünf gingen – teilweise über Umwege – in ausländische Hände. So erscheinen aktuell nur noch zwei deutsche Firmen (Hochtief AG und Bilfinger Berger AG) in der von Deloitte LLP herausgegebenen Liste der Top 50 Bauunternehmen in Europa. Zum Vergleich: Dreizehn Firmen unter den Top 50 haben ihren Sitz in Großbritannien, sieben in den Niederlanden und sechs in Spanien. Gelingt die versuchte Übernahme von Hochtief durch die spanische ACS wäre sogar nur noch ein deutsches Unternehmen in den Top 50 der europäischen Bauunternehmen vertreten.</p>
<p>Quelle: ifo.de</p>
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		<title>Ratingagentur bewertet Staatsanleihen &#8211; Moody&#8217;s stuft Bonität Portugals herab</title>
		<link>http://finanzen-ezine.de/ratingagentur-bewertet-staatsanleihen-moodys-stuft-bonitaet-portugals-herab_513.html</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 17:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ratingagentur Moody&#8217;s hat die Bonität portugiesischer Staatsanleihen um zwei Werte heruntergestuft. Sie senkte den Ratingcode von &#8220;Aa2&#8243; auf &#8220;A1&#8243;, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Grund sei, dass sich die finanzielle Leistungsfähigkeit Portugals mittelfristig weiter verringern dürfte. So verschlechtere sich das Verhältnis von Schulden zum Bruttoinlandsprodukt sowie von Schulden zu Einnahmen anhaltend. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ratingagentur Moody&#8217;s hat die Bonität portugiesischer Staatsanleihen um zwei Werte heruntergestuft. Sie senkte den Ratingcode von &#8220;Aa2&#8243; auf &#8220;A1&#8243;, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Grund sei, dass sich die finanzielle Leistungsfähigkeit Portugals mittelfristig weiter verringern dürfte. So verschlechtere sich das Verhältnis von Schulden zum Bruttoinlandsprodukt sowie von Schulden zu Einnahmen anhaltend. Moody&#8217;s geht außerdem davon aus, dass die Wachstumsperspektiven der portugiesischen Wirtschaft so lange relativ schwach bleiben, bis die gegenwärtig eingeleiteten Strukturreformen im Land Wirkung zeigen.</p>
<p>Quelle: RP-Online</p>
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		<title>Deutsche Wirtschaft wächst 2010 um zwei und 2011 um 1,2 Prozent</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 20:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KHK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Update der IMK-Konjunkturprognose Ungeachtet der eher schwachen Entwicklung in den Wintermonaten wird die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2010 um zwei Prozent wachsen. Nach einer deutlichen Belebung im weiteren Verlauf der ersten Jahreshälfte lässt die konjunkturelle Dynamik im Laufe der zweiten Jahreshälfte allerdings schon wieder nach. Ein selbsttragender Aufschwung ist nicht in Sicht. 2011 wird das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Update der IMK-Konjunkturprognose</p>
<p>Ungeachtet der eher schwachen Entwicklung in den Wintermonaten wird die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2010 um zwei Prozent wachsen. Nach einer deutlichen Belebung im weiteren Verlauf der ersten Jahreshälfte lässt die konjunkturelle Dynamik im Laufe der zweiten <span id="more-436"></span>Jahreshälfte allerdings schon wieder nach. Ein selbsttragender Aufschwung ist nicht in Sicht. 2011 wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich langsamer steigen &#8211; um lediglich 1,2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung im Update seiner Konjunkturprognose (alle Zahlen in Tabellenform im Prognose-Update; Link siehe unten).</p>
<p>Das Wachstum ist sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr zu schwach, um den negativen Trend auf dem Arbeitsmarkt zu brechen. Die Arbeitslosenzahl steigt bis Ende 2011 moderat, aber kontinuierlich auf dann saisonbereinigt 3,8 Millionen. Im Jahresdurchschnitt 2010 wird die Arbeitslosenzahl bei rund 3,53 Millionen liegen, was einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent entspricht. 2011 steigt die Arbeitslosigkeit auf rund 3,74 Millionen im Jahresdurchschnitt (Quote:8,6 Prozent). Vor diesem Hintergrund betont das IMK die weiterhin große Bedeutung der aktuellen Kurzarbeiterregelung. &#8220;Das Wachstum bleibt fragil, insbesondere, wenn in den nächsten Monaten der Stützeffekt der internationalen Konjunkturprogramme ausläuft. Deshalb braucht der deutsche Arbeitsmarkt aller Voraussicht nach 2010 wie 2011 noch die Entlastung durch die Kurzarbeit. Ein voreiliger Ausstieg birgt erhebliche Risiken&#8221;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK.</p>
<p>Das IMK bestätigt mit seinem Update bei den Wachstumserwartungen für 2010 seine Prognose vom Dezember 2009, die ebenfalls von einer BIP-Erhöhung um 2,0 Prozent ausging (eine BIP-Prognose für 2011 enthielt die Dezember-Prognose noch nicht).</p>
<p>Wichtigster Faktor für die wirtschaftliche Belebung in diesem Jahr ist der Export, der 2010 um 8,2 Prozent zunehmen wird. Insbesondere die Lieferungen in Länder außerhalb des Euroraums werden nach der IMK-Prognose kräftig expandieren. Dabei profitieren die deutschen Exporteure von der allgemeinen Aufwärtstendenz der Weltwirtschaft und von den Impulsen, die von den Fiskalpaketen in vielen Ländern ausgehen. Im kommenden Jahr wachsen die Ausfuhren um 6,4 Prozent. Die Zunahme der Importe wird dagegen 2010 aufgrund der schwachen Konsumnachfrage mit 6,1 Prozent geringer ausfallen, so dass vom Außenbeitrag in diesem Jahr ein bedeutender Wachstumsimpuls ausgeht.</p>
<p>Angesichts der verbesserten Absatzaussichten im In- und Ausland zeichnet sich eine Belebung der Investitionstätigkeit in Ausrüstungen ab. Das IMK rechnet hier in diesem Jahr mit einem Wachstum um 3,7 Prozent und 2011 um 3,0 Prozent. Die Bauinvestitionen werden in diesem Jahr im Wesentlichen durch die kräftige Ausweitung der öffentlichen Bauinvestitionen geprägt. 2011 werden die Konjunkturpakete hingegen keine nennenswerten Impulse entfalten; zudem dürfte sich die schlechtere Finanzlage der öffentlichen Haushalte dämpfend auswirken.</p>
<p>Der private Konsum wird in diesem Jahr bei rückläufigen real verfügbaren Einkommen sowie einer steigenden Sparquote deutlich um 0,7 Prozent sinken. 2011 dürften die Konsumausgaben nicht zuletzt aufgrund wieder expandierender Gewinnentnahmen um ein Prozent zunehmen.</p>
<p>Die IMK-Prognose basiert auf der Annahme, dass der Ölpreis sich im Prognosezeitraum auf 80 US-Dollar pro Barrel einpendeln wird. Die Abwertung des Euro wird noch einige Zeit nachwirken, im weiteren Prognosezeitraum verbessert sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft leicht (die Rahmendaten der Prognose finden Sie ebenfalls in Tabellenform im Prognose-Update).</p>
<p>Quelle: Hans-Böckler-Stiftung</p>
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